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Für Nachbarn und Neugierige

Das Wetter hätte kaum besser passen können zum klimafreundlichen Hoffest, das am 26. August den großen Parkplatz gegenüber der AOK in der Pawel-Adamowicz-Straße in einen bunten Treffpunkt verwandelte. „Nicht zu heiß und kein Wind“, lautete das zufriedene Urteil von vier Damen aus dem Stadtleben Ellener Hof. Helga, ihre Namensvetterin, Ursel und Marielouise hatten es sich bei Kaffee und Kuchen gemütlich gemacht – und sie nutzten die Gelegenheit ausgiebig zum „Leute gucken“. „Wir kennen viele Menschen hier im Quartier. Es ist schön, zusammenzutreffen“, erklärte erstere, während die anderen zustimmend nickten.

Zu sehen und zu erleben gab es an diesem Nachmittag reichlich. Fantasievolle Walking Acts des Maskentheaters Trottellumme zogen über das Gelände, an den Ständen ließen sich selbst hergestellte Keramik, Honig und vieles mehr entdecken. Kooperationspartner aus dem Quartier informierten über ihre Angebote und kamen mit den Gästen ins Gespräch. Erstmals dabei war die wisoak mit ihrem Projekt SprachRaum. Es ermöglicht denjenigen im Stadtleben, deren Erstsprache nicht Deutsch ist, zwei Mal im Monat zusammen zu lernen. Für Stimmung sorgte die Band „Shake, Rattle & Roll“ mit Klassikern der 50er- und 60er-Jahre. Die Musik animierte sogar einige Besucherinnen und Besucher, vor Ort ausgelassen das Tanzbein zu schwingen. Für die jüngsten Gäste war ebenfalls einiges geboten. Dosenwerfen, Hüpfburg, Kinderschminken und weitere Mitmachaktionen ließen keine Langeweile aufkommen.

Aus Alt mach Neu

Eine wichtige Rolle spielte erneut die Nachhaltigkeit. Das vom BUND koordinierte Projekt „Zukunft nachhaltig gestalten im Klimaquartier Ellener Hof“ hatte kurzerhand Nähmaschinen mitgebracht. Beim Upcycling konnten Interessierte erleben, wie aus ausgedienten Textilien etwas Neues und Schönes entsteht. Gleich gegenüber warteten Bücher und andere Schätze aus zweiter Hand an einem Flohmarkt-Stand auf neue Besitzerinnen und Besitzer. Kreativ ging es bei der Künstlergemeinschaft Bruderhaus zu. Die Mitglieder ließen sich beim Malen über die Schulter schauen und luden zugleich dazu ein, selbst Teil der Gruppe zu werden. „Wir freuen uns sehr, weiter zu wachsen. Jede und jeder kann zu unseren Treffen kommen – auch ohne Vorerfahrung“, erzählte Ludmilla Schulz. Damit stieß sie bei Michael aus der Nachbarschaft auf offene Ohren. Er macht gerne Musik und bringt mit Vorliebe Aliens zu Papier. „Vielleicht schau’ ich mal bei euch vorbei!“

Gemeinsam genießen

Genau solche Begegnungen machen das Hoffest aus. Bei Veggiewurst, indischem Curry, Eis oder einem Getränk kamen alte Bekannte zusammen und neue Kontakte zustande. Auch Osterholz’ Ortsamtsleiter Ulrich Schlüter ließ sich das Fest nicht entgehen. Er gehört mittlerweile zu den regelmäßigen Gästen und freut sich bereits auf die nächste Ausgabe. „Menschen zusammenbringen, gemeinsam Spaß haben und dafür sorgen, dass sie sich noch besser kennenlernen – das ist das Ziel unseres klimafreundlichen Hoffestes“, resümierte Stadtleben-Koordinatorin Sabine Schöbel. „Und wenn aus einem Plausch am Stand vielleicht sogar ein neues gemeinsames Hobby entsteht, dann hat die Veranstaltung genau das bewirkt, was wir uns wünschen.“

Ebenfalls mit dabei waren Laura Heitmann (M.) und Malin Drewes (l.) vom Projekt „Männersache Gesundheit Osterholz“. Sie informierten an einem Gemeinschaftstand mit der Gesundheitswerkstatt Osterholz über ihre Angebote für Männer – darunter „Brainwalking – Power für die Birne“ am 30. September – und nahmen gleich die ersten Anmeldungen entgegen.