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Orientierung für Neuankömmlinge

Frisch zugezogen in Bremen stehen Menschen, die aus anderen Ländern der EU kommen, vor vielen Herausforderungen. Denn wer im neuen Zuhause „richtig ankommen“ möchte, braucht mehr als Sprachkenntnisse. Wie funktioniert das deutsche Hilfesystem? Was ist zu tun, wenn ich ärztlichen Rat einholen möchte oder für mein Kind Plätze in Kita oder Schule suche? In genau solchen Situationen helfen die Mitarbeitenden der Beratungsstelle Fair-BINNEN vom Verein für Innere Mission in Bremen. Sie unterstützen in sozialen und alltagspraktischen Fragen, vermitteln an Fachstellen und begleiten bei Bedarf zu Behörden, in Arztpraxen, Schulen, Kitas und andere Einrichtungen. Ein Angebot, das inzwischen auch in Blockdiek seinen festen Platz hat.

Seit Januar dieses Jahres finden hier insbesondere Menschen aus Polen eine Anlaufstelle. Jeweils donnerstags von 9 bis 12.30 Uhr ist Joanna Hakki vom Verein für Innere Mission in Bremen im Quartiersbildungszentrum Blockdiek (QBZ) der Hans-Wendt-Stiftung zu Gast und berät dort Hilfesuchende auf Deutsch und auf Polnisch. „Unser mehrsprachiger und kultursensibler Ansatz wird dabei besonders geschätzt. Viele Menschen erleben es als eine große Erleichterung, ihre Anliegen in der eigenen Muttersprache besprechen zu können“, erklärt sie. Eine wichtige Möglichkeit, denn viele Hilfesuchende kommen mit gleich mehreren Fragen oder Problemen im Gepäck. Dann unterschiedliche kulturelle Hintergründe und Lebenssituationen berücksichtigen oder Erfahrungen von Minderheiten in die eigene Beratung einfließen lassen zu können, sei ein wichtiger Pluspunkt. „So entsteht Vertrauen zueinander, und wir können den niedrigschwelligen Zugang zu vorhandenen Hilfestrukturen hier in Deutschland ermöglichen“, betont die Mitarbeiterin des Vereins für Innere Mission in Bremen.

Erreichbar ist Joanna Hakki unter Tel. 0170 2177085 oder auch per E-Mail an joanna.hakki@inneremission-bremen.de.

Wer sich für eine Beratung interessiert, sollte auf diesem Wege Kontakt aufnehmen und vorab einen Termin vereinbaren.

Gefördert wird Fair-BINNEN im Rahmen des Programms „EhAP Plus – Eingliederung hilft gegen Ausgrenzung der am stärksten benachteiligten Personen“. Die Finanzierung erfolgt durch den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus), das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration in Bremen.