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Austausch, der verbindet

Ideen entwickeln, Lösungen finden, das Wir-Gefühl stärken: Der Runde Tisch „In Nachbarschaft leben“ bringt Menschen im Stadtleben Ellener Hof zusammen, die ihr Quartier mitgestalten möchten. Sie treffen sich jeden ersten Donnerstag im Monat von 16.30 bis 18 Uhr im Gemeinschaftsraum von Dat nee Hus. Neue Gesichter sind herzlich willkommen!

Was lässt sich im Stadtleben Ellener Hof noch verbessern? Welche Anregungen gibt es für ein lebendiges Miteinander? Und wo werden helfende Hände gebraucht? Um solche Fragen geht es beim Runden Tisch „In Nachbarschaft leben“. Entstanden aus dem Austausch im Klimaquartier, hat sich die Initiative zu einem festen Treffpunkt für engagierte Menschen aus dem Ellener Hof und der Nachbarschaft entwickelt. Rund 20 Personen kommen regelmäßig zusammen, tauschen Neuigkeiten aus, sprechen über Wünsche und Schwierigkeiten und überlegen gemeinsam, wie sich etwas bewegen lässt. Mal geht es um ganz praktische Fragen: etwa, wer den Aufbau von Tischen und Nähmaschinen für die offene Nähwerkstatt unterstützen kann. Mal werden größere Aktionen geplant – vom gemeinsamen Müll- und Kippensammeln bis zum alljährlichen Nachbarschaftsfest. „Bei uns kann man sich so einbringen, wie man Zeit hat und möchte“, betont Lisa Eidens, Gründungsmitglied des Runden Tisches. Denn nicht alle müssen gleich selbst aktiv werden. Manche wollen sich vor allem informieren, andere übernehmen gerne Aufgaben, sofort oder später.

Von der Betonfläche zum grünen Treffpunkt

Wie vielfältig die Themen am Tisch sind, zeigte sich beim Treffen im Oktober. So berichtete Lisa Eidens von einer „Abpflaster-Aktion“, die das Gut’s Haus im Baufeld 5 angestoßen hatte. Auf rund 250 Quadratmetern wurden schwere Betonplatten entfernt. An ihrer Stelle soll nun ein kleiner Park mit Büschen und Beeten entstehen. Der nächste Schritt ist bereits geplant: Am 21. November wird in Abstimmung mit der Bremer Heimstiftung eine Hecke gepflanzt, die Essbares für Menschen und Tiere bietet. Auch für das Lichterfest am 27. November werden noch Unterstützer gesucht. Bei Kinderpunsch, Glühwein und Waffeln sollen Alt und Jung zusammenkommen und die dunkle Jahreszeit gemeinsam ein wenig heller machen. Zudem gibt es schon Ideen für das Nachbarschaftsfest in 2027. So wurde vorgeschlagen, eine lange Tafel auf der Straße aufzustellen – von den GEWOBA-Häusern bis Casa Colorida. Dort könnten Menschen gemeinsam essen, ins Gespräch kommen und bei Mitmachaktionen aktiv werden. Der Gedanke stieß in der Gruppe auf viel Zustimmung.

Doch der Runde Tisch ist mehr als Ideenschmiede und Organisationstreff. Hier berichten auch die verschiedenen Arbeitskreise von ihren Aktivitäten. „Man erfährt, was im Quartier passiert“, sagt Barbara Hoffmann. Und manchmal stellt sich im Gespräch heraus, dass für ein Problem längst eine Lösung gesucht wird. „Einige kommen mit Anliegen oder Sorgen und erfahren hier, dass dazu schon etwas getan wird“, erzählt Lisa Eidens. Nicht zuletzt entstehen durch die regelmäßigen Begegnungen neue Kontakte. „Man lernt sich bei den Treffen besser kennen. Und so wirkt der Austausch auch gegen Isolation“, sagt Antje Verleger.

Lust mitzumachen? Einfach beim nächsten Runden Tisch am 5. November oder 3. Dezember vorbeischauen und an der Haustür von Dat nee Hus bei „Büro“ klingeln.