Das Stadtleben Ellener Hof wächst – nicht nur baulich, sondern auch als lebendiges Quartier engagierter Menschen. Dies zeigte einmal mehr das 10. Akteursforum in der Kultur-Aula.
Ein zentrales Thema war diesmal die Verkehrs- und Grünflächenplanung. Mojdeh Mahmoudi von der Bremer Stiftungs-Service GmbH gab Einblicke in den aktuellen Baufortschritt: Fußwege und Straßenanbindungen werden derzeit fertiggestellt. Bestehende Bäume bleiben erhalten, neue Pflanzungen sind geplant. Auch Anregungen aus der Nachbarschaft – etwa mehr entsiegelte Flächen zur besseren Versickerung von Regenwasser – sollen einfließen. Gleichzeitig müssen Vorgaben der Baubehörde, etwa zu Parkplätzen, eingehalten werden. Mahmoudi stellte aber klar: Die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen, weitere Grünflächen werden folgen.


Gute Nachrichten gibt es für Familien: Der Spielplatz im Baufeld 2 ist fertig und wird am 2. Juni mit einem Fest um 16 Uhr eröffnet. Weitere Projekte sind in Vorbereitung, etwa die Aufwertung der Flächen rund um die Kultur-Aula sowie neue Wohnhäuser und ein Gesundheitshaus im Baufeld 6, geplant von der denkmalstadt GmbH (ehemals Übersee GmbH). Andere Vorhaben wie die Tiny Houses im Baufeld 11 brauchen noch Zeit.

Aktiv ist auch die Aktionsgruppe Verkehr. Ihr Ziel: den Autoverkehr im Quartier reduzieren – mit pragmatischen und kreativen Ansätzen. Dazu zählen Gespräche mit Kitas sowie der Schule für Pflegeberufe und der Musikschule, Hinweise auf alternative Parkmöglichkeiten und kleine Anreize für alle, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen. „Wir wollen ‚Dankstellen‘ vor den Kindergärten errichten und Goodies an Eltern verteilen, die auf das Auto verzichten“, sagt Nicole Ehnert, Mitglied der Gruppe. Langfristig wird ein umfassendes Verkehrskonzept angestrebt – mit verkehrsberuhigten Bereichen und neuen Ideen für mehr Sicherheit im Straßenraum.


Ein weiteres Projekt nimmt Gestalt an: die Beratungsscheune des Martinsclub Osterholz. Ab September sollen hier Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen niedrigschwellige psychosoziale Unterstützung erhalten. Ergänzend sind ein offenes Scheunencafé sowie Selbsthilfegruppen geplant – darunter Bremens erste Gruppe für Menschen mit FASD (Fetale Alkoholspektrumstörung).


Miteinander wird am Runden Tisch „In Nachbarschaft leben“ großgeschrieben. Die inzwischen über 30 Aktiven organisieren derzeit das diesjährige Nachbarschaftsfest, das am 29. Mai im Rahmen des „Tag der Nachbarschaft“ rund um die Kultur-Aula stattfinden soll. Dazu eingeladen wird in verschiedenen Sprachen und mit selbst gebackenen Keksen. „Wer dazu einen Beitrag leisten will, kann sein Gebäck am 3. Mai in der Kultur-Aula abgeben“, so Lisa Eidens aus der Gruppe. Neuigkeiten gibt es auch aus dem Klimaquartier: Ab Mitte Mai startet in der Holzwerkstatt ein Werkzeugverleih. Jeden Donnerstag von 14 bis 17 Uhr können Akkubohrer, Pendelsägen und mehr ausgeliehen werden. Einfach mal vorbeischauen!