… ist seit dem 1. April Elisa Langsenkamp – und zwar für die Bewohnerinnen und Bewohner des Azubi-Hauses im Stadtleben Ellener Hof. Die sozialpädagogische Beraterin im Projekt „Bleib dran!“ am Zentrum für Arbeit und Politik (zap) der Universität Bremen begleitet die Auszubildenden direkt vor Ort und unterstützt sie in unterschiedlichen Lebenslagen. Ihre Stelle wird von der Arbeitnehmerkammer finanziert.
Zweimal in der Woche – montags von 14 bis 16 Uhr sowie mittwochs von 16 bis 18 Uhr – lädt Elisa Langsenkamp zu einer Sprechstunde in den Gemeinschaftsraum der von der Stiftung Maribondo da Floresta betriebenen Wohnanlage ein. Auch an anderen Tagen ist sie nach Vereinbarung in ihrem Büro im Haus anzutreffen, wenn Fragen oder Schwierigkeiten auftauchen.
„Das Angebot wird bereits gut angenommen – etwa, wenn es am Ausbildungsplatz nicht rundläuft, Konflikte in der WG oder mit Nachbarn auftreten oder an anderer Stelle der Schuh drückt“, sagt die 34-Jährige. Sie vermittelt zwischen Arbeitgebenden und Auszubildenden, organisiert auf Wunsch Nachhilfe in Deutsch oder anderen Berufsschulfächern und hat bei psychosozialen Belastungen ein offenes Ohr. „Am allerwichtigsten ist natürlich das Zuhören. Aber ich kann auch Wege ebnen, neue Perspektiven in der Ausbildung aufzeigen sowie notwendige Behördengänge und klärende Gespräche begleiten.“ Wichtig sei dabei, Lösungen zu finden, die von allen Beteiligten mitgetragen werden. „Das sehe ich als meine Aufgabe an“, erklärt Elisa Langsenkamp.

Darüber hinaus möchte sie einen Wunsch aufgreifen, der mehrfach an sie herangetragen wurde: Mehr Gemeinschaft im Haus. Deshalb lädt die „Neue“ regelmäßig zu Austauschtreffen ein. Inzwischen kommt bereits eine kleine Gruppe zusammen, entwickelt Ideen und gestaltet aktiv ein neues Miteinander in der Wohnanlage. „Wir wollen Spieleabende ausprobieren und hatten bereits eine Führung über das Gelände des Stadtleben Ellener Hof. Dabei sind wir mit unserer Gruppe am Tag der Nachbarschaft in der Kultur-Aula gelandet. Das war eine schöne Gelegenheit, um neue Bekanntschaften zu schließen“, erzählt sie. Als nächstes möchte die Sozialarbeiterin eine Wahl für eine Haussprecherin oder einen Haussprecher organisieren, so dass die Auszubildenden klare Vertretende Ihrer Interessen haben und sich in demokratischen Prozessen üben können. Darüber hinaus wünscht sie sich, mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Azubi-Hauses, Nachbarn sowie Akteuren gemeinsam Aktivitäten zu entwickeln und Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen.
Übrigens: Elisa Langsenkamp stellt sich und ihre Arbeit am 29. September auf dem Akteursforum vor.

Wie Elisa Langsenkamp nimmt auch „Herbergsvater“ Oliver Tiemann eine gute und friedliche Stimmung im Haus wahr. „Uns erreicht häufig die Rückmeldung, dass man sich hier wohlfühlt. Aber natürlich ist noch Luft nach oben – und daran arbeiten wir ebenfalls.“