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Das Fahrrad im Mittelpunkt

Anlässlich des Weltfahrradtags hatten Bewohnerinnen und Bewohner des Fahrradquartiers Stadtleben Ellener Hof gemeinsam mit dem ADFC Bremen ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt.

Auf dem Gelände richtete der ADFC mehrere Dankstellen ein. Alle Radfahrerinnen und Radfahrer, die das Quartier mit dem Fahrrad durchquerten, erhielten dort eine kleine Dankeschön-Tüte. Ähnliche Stationen bauten Bewohnerinnen und Bewohner vor den beiden Kitas auf dem Ellener Hof auf. Eltern, die ihre Kinder mit dem Fahrrad oder zu Fuß brachten, wurden dort mit einer kleinen Aufmerksamkeit überrascht.

Den Gedanken hinter der Aktion erläutert Mit-Initiatorin Nicole Ehnert: „Leider werden noch immer rund 75 Prozent der Kita-Kinder mit dem Auto gebracht. Deshalb haben wir uns am Weltfahrradtag besonders über diejenigen gefreut, die bewusst auf den Pkw verzichten. Die sogenannten Elterntaxis, die hier werktags zweimal täglich vorfahren, stellen neben den zahlreichen Baufahrzeugen eine zusätzliche Lärm- und Gefahrenquelle dar – insbesondere für Kinder.“

Auch darüber hinaus gab es einiges zu erleben: Vor der Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt der bras e. V. in der Ilse-Kaisen-Straße 30 bot der ADFC eine Fahrradcodierung an. In der Werkstatt selbst konnten – wie in jeder ersten Woche des Monats – gebrauchte Fahrräder für Kinder und Erwachsene erworben werden. Zudem kam das Pedder Fun2Go-Rad des ADFC zum Einsatz. Ein weiterer Höhepunkt des Tages war die Vorführung des Films „Cycling Cities“ um 15 Uhr im Gemeinschaftsraum von Casa Colorida. Darin dokumentiert der Journalist und Filmemacher Ingwar Perowanowitsch eine zweimonatige Fahrradreise durch Europa. Mit seiner Kamera besuchte er unter anderem Paris, Gent, Amsterdam, Utrecht, Groningen, Hamburg und Kopenhagen. Sein Ziel: herauszufinden, warum diese Städte als besonders fahrradfreundlich und lebenswert gelten und welche Impulse deutsche Kommunen daraus gewinnen können.

Auch wenn sich Nicole Ehnert, Mitglied der Aktionsgruppe Verkehr im Stadtleben Ellener Hof, für die Filmvorführung etwas mehr Publikum gewünscht hätte, fällt ihr Fazit positiv aus: „Der Film hätte sicher mehr Zuschauer gehabt, wenn er zu einer späteren Uhrzeit gezeigt worden wäre. Insgesamt sind wir jedoch sehr zufrieden mit der Resonanz auf die Aktionen vor Ort.“