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Egg-zellent: die „Neuen“ im Wäldchen

Paula und Peaches, Cleopatra und Elisabeth die Erste, Chichi und Henni, Roberta und Zora: diese klangvollen Namen bekamen acht Hennen, die im Stadtleben Ellener Hof ihr Zuhause fanden. Wo genau sie zufrieden scharren oder sich von der Sonne das Gefieder wärmen lassen? Im Wäldchen, das sich die Bau-Gemeinschaften im Quartier teilen. Genau dieser Ort war auch der Grund, warum die Anschaffung der Hühner einer guten Vorbereitung und vieler Gespräche bedurfte. „Wir vom Gut’s Haus leben hier ja schon länger und konnten uns mit der Umgebung auseinandersetzen. Doch die Nachbarn aus der Casa Colorida sind gerade erst eingezogen und die Scholle baut noch. Da ist man erst mal mit anderen Dingen beschäftigt“, weiß Ivo Kolm, der das Projekt initiierte. Als Kind mit Tieren aufgewachsen, fehlten ihm diese; andere Bewohner im Gut’s Haus vermissten ein bisschen Landleben. „Da kam ich auf die Idee, Hühner herzuholen – auch weil es pflegeleichte, gesellige Tiere sind, die einfach zu uns passen“, erzählt der Sozialpädagoge.

Trotz Anfangsschwierigkeiten warb er nicht nur erfolgreich um Verständnis, sondern gewann auch Zustimmung und Mitstreitende für die neuen Wäldchenbewohnerinnen. Es fand sich eine Hühnergruppe aus acht Erwachsenen und einigen Kindern, die gemeinschaftlich den Stall aufbauten, die Hennen aussuchten und nun auch versorgen. „Wir haben die Arbeit mit Füttern und Stall sauber machen wochenweise aufgeteilt. Das klappt prima. Und wer im Dienst ist, hat Ei-Recht, darf die Eier also verteilen“, so Ivo Kolm. Fünf bis acht legen die Flügeltiere am Tag. „Mal gibt es auch weniger, das ist eben Natur“, ergänzt er. Alle im Stadtleben und insbesondere die Menschen der Baugemeinschaften profitieren aber noch auf eine ganz andere Art und Weise vom Federvieh: „Unsere Hennen laden täglich dazu ein, sie zu beobachten und bei ihnen zu verweilen. Das machen ganz Viele hier mit einem Kaffee oder Tee in der Hand. Mittlerweile stehen schon Stühle am Gehege und es ist ein Treffpunkt im Wäldchen entstanden. Das hatte ich so nicht vorhergesehen und empfinde es als Gewinn“, freut sich der 28-Jährige.

Um auch die Kleinen im Quartier mitzunehmen und spielerisch „anzulernen“, weil sie ein großes Interesse an den „Neuen“ zeigen, veranstaltete Ivo Kolm mit weiteren aus der Hühnergruppe ein Sommerferienprogramm. Hier konnten die teilnehmenden Kinder einen Hühner-Führerschein machen. Ein Angebot, das sehr gut angenommen wurde. Eine Fortsetzung in den nächsten Osterferien ist daher geplant …